FUTTEREMPFEHLUNG FÜR VERLETZTE PFERDE
Autorin – Dr. Anneke Hallebeek
Ein leicht lahmendes Pferd erholt sich glücklicherweise oft von selbst. Zeit und Ruhe wirken heilend. Meistens weiß man ja auch noch, dass sich das Pferd verstaucht oder sich kräftig gestoßen hat. Anders sieht es aus, wenn das Pferd nicht wirklich deutlich lahmt und es auch nicht so recht besser wird.
Unklare Beschwerden
Ein Besuch beim Tierarzt ist dann auf jeden Fall angebracht. Es kann natürlich alles Mögliche an Sehnen, Knochen und Bändern sein. Es kann aber auch vom Huf ausgehen. Und manchmal stellt man erst viel später fest, dass das Pferd offenbar schon seit längerer Zeit aufgrund einer Hufrehe leicht lahmt. Oft denkt man bei Hufrehe an eine akute Situation, bei der das Pferd fast nicht mehr laufen kann und sein Gewicht auf die Hinterhand verlagert, der Huf warm ist und die Blutader in der Fesselhöhle deutlich zu spüren ist.
Leichte Form der Hufrehe
Nicht alle Pferde mit Hufrehe haben zuvor eine solche akute Phase durchlaufen. Mehr noch: Es scheint, als würde sich Hufrehe bei den meisten Pferden schleichend entwickeln. Laut einer Veröffentlichung im „The Veterinary Journal“ sind das Equine Metabolische Syndrom und PPID (früher Cushing) die Hauptursachen für die meisten Fälle von Hufrehe. Die Hufstruktur verändert sich allmählich infolge der Stoffwechselprobleme. Die Insulinresistenz (IR), die sowohl bei EMS als auch bei PPID Teil des Krankheitsbildes ist, steht damit in Zusammenhang. Wie das genau funktioniert, ist noch nicht geklärt.
Akute Hufrehe
Natürlich tritt auch die akute Form der Hufrehe auf. Sowohl aufgrund einer Entzündung oder einer Störung der Darmflora als auch im Zusammenhang mit Insulinresistenz. Wenn beispielsweise ein Pferd mit IR plötzlich viel Zucker zu sich nimmt – etwa durch Veränderungen im Gras –, kann das Pferd eine akute Form der Hufrehe entwickeln. Seit jeher ist Hufrehe Gegenstand der Forschung, meist jedoch in Bezug auf die akute Form als Folge einer Entzündung. Weniger Beachtung findet hingegen die sich langsam entwickelnde Form. Daran sollte sich nun etwas ändern.
Nicht ganz klar, was ist das?
Was sich ebenfalls ändern muss, ist die Aufmerksamkeit für die Ernährung von Patienten mit einer leichten Form von Lahmheit, die möglicherweise auf Hufrehe zurückzuführen ist. Bei Pferden mit EMS ist äußerlich oft nicht viel zu erkennen. Übergewicht kann vorliegen, ist aber nicht immer der Fall. Die Insulinresistenz muss getestet werden, und auch diese ist nicht immer eindeutig messbar. Kurz gesagt: Woran erkennt man, dass das Pferd an EMS leidet? Vielleicht daran, dass das Pferd schon von der Luft allein zunimmt. Und daran, dass das Pferd bei Futterumstellungen oder etwas zu viel Weidegang immer wieder leicht lahmt oder empfindlich läuft.
Angepasste Futterration
Indem man Pferden eine Ration mit niedrigem Zuckergehalt anbietet und darauf achtet, dass sie nicht übergewichtig werden, lässt sich die Hufrehe möglicherweise in den Griff bekommen. Dazu ist eine fundierte Beratung erforderlich. Das Raufutter kann zuckerreich sein. Und auch das Ergänzungsfutter kann zuckerreich sein. Was darf man dann noch füttern? Gerade wegen dieser Unsicherheit und Angst kommt es vor, dass Menschen sich kaum noch trauen, ihr Pferd zu füttern, und die Pferde tatsächlich unterernährt werden. Der Stoffwechsel gerät weiter aus dem Gleichgewicht und der Gesundheitszustand des Pferdes verschlechtert sich.
Ernährung und Bewegung
Natürlich ist es am wichtigsten, all diesen Problemen vorzubeugen. Auch wenn sich nicht genau vorhersagen lässt, ob Ihr Pferd an EMS oder PPID erkranken könnte, ist es dennoch möglich, Ihr Pferd in einem gesunden Zustand zu halten. Eine gesunde Futterration mit viel Ballaststoffen und ausreichenden Nährstoffen, aber auch viel Bewegung. Denn gerade Letzteres fehlt oft, insbesondere bei Pferden, die im Stall stehen und wenig Auslauf haben. Bewegung verbessert die Insulinempfindlichkeit und schützt das Pferd somit teilweise vor Insulinresistenz.
„Health & Performance“ hilft
Was die Fütterungsempfehlungen angeht: Die Philosophie von Health & Performance besteht darin, auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse verantwortungsbewusste Futtermittel herzustellen und so Pferde gesund zu machen und zu halten. Health & Performance bietet Futtermittel mit relativ geringen Anteilen an Stärke und Zucker an. Darüber hinaus enthalten sie Nährstoffe, die das Pferd täglich benötigt, sowie Inhaltsstoffe, die die Verdauung verbessern. Eine angemessene Futterration besteht aus der richtigen Kombination aus Raufutter und Ergänzungsfutter. Für ein übergewichtiges Pferd kann dies „HP Non-Obesitas“ sein, für ein Pferd mit normalem Gewicht möglicherweise nur HP Forage erforderlich sein, und für ein Pferd mit Verdauungsproblemen kann HP Colon die Lösung sein.
Zögern Sie nicht, Ihren Tierarzt oder Health & Performance um Rat zu fragen. Die Futterration muss letztendlich individuell angepasst werden.



