Probleme bei einem Pferd durch Sandaufnahme
Sand kann über die Nahrung aufgenommen werden. Bei einer guten Darmfunktion wird ein kleiner Teil des Sandes größtenteils mit dem Kot ausgeschieden. Probleme entstehen, wenn das Pferd zu viel Sand aufnimmt und die Darmfunktion beeinträchtigt ist. Der Sand sammelt sich im Blinddarm und/oder Dickdarm an. Dies führt zu Schäden an der Darmwand und stört die Darmflora. Die Darmfunktion ist beeinträchtigt. Bei starker Sandansammlung kann es zu einer Verstopfung kommen. Durch eine gestörte Verdauung hat das Pferd schlecht verdauten und zu dünnen Kot. Mit dem Handschuhtest überprüft der Tierarzt die Sandmenge im Kot.
Sandalarm
In den vergangenen Monaten hatten viele Tierärzte alle Hände voll zu tun mit der Behandlung von Pferden, deren Beschwerden auf Sand zurückzuführen sind. Die durch übermäßige Sandaufnahme verursachten Beschwerden sind vielfältig: zu dünner Kot, breiiger grauer Kot, Verstopfungskoliken, Gaskoliken oder Koliken aufgrund einer Darmverdrehung. Das wünscht man keinem Pferd. Leider kommt es jedoch häufig vor.
Das Pferd wird zu dick
Eine Weide mit viel Gras kann für ein Pferd schnell zu viel sein, das heißt, das Pferd wird zu dick. Dennoch ist es besser, die Weidezeit zu begrenzen, Streifenweidehaltung oder eine Weidemaske einzusetzen und das Pferd nur langes Gras fressen zu lassen, als die Grasaufnahme durch eine kurze oder karg bewachsene Weide einzuschränken.
Auch viel Raufutter kann zu einem gewissen Maß an Übergewicht führen. Viel Raufutter muss nicht unbedingt „unbegrenztes Raufutter“ bedeuten. Unter „viel Raufutter“ versteht man jedoch mindestens 1,5 kg Heu pro 100 kg Körpergewicht pro Tag; mehr ist erlaubt, solange Sie den Body Condition Score im Auge behalten. Wenn ein Pferd das Heu schnell auffrisst und trotzdem viel im Sand herumscharrt, sollten Sie ein Slowfeeder-System verwenden. Ein Futtertrog mit einem Gitter über dem Heu eignet sich ebenfalls gut, um zu verhindern, dass das Heu herausgezogen wird und dennoch auf den Sand gelangt.
Wenn Pferde viel Raufutter und viel Bewegung bekommen, wird ein Großteil des Sandes dank einer guten Darmfunktion mit dem Mist ausgeschieden. Nutzen Sie keine Weiden mit einer Graslänge von weniger als 5 Zentimetern und füttern Sie kein Heu von sandigem Boden.
Pferde sind Bewegungswesen
Übergewicht ist übrigens nicht nur eine Folge von zu viel Futter, sondern auch von zu wenig Bewegung. Pferde sind von Natur aus „Bewegungstiere“, das heißt, sie sind darauf ausgelegt, viele Kilometer zurückzulegen. Ihr Stoffwechsel und ihr Verdauungssystem profitieren von Bewegung. Das fehlt heutzutage oft im Leben der Pferde. Dabei muss es nicht unbedingt stundenlanges Traben im Reitplatz oder auf der Führanlage sein. Auch ruhige Ausritte im Freien sind hervorragend für die Gesundheit des Pferdes, sowohl für Körper als auch für Geist.
Folgen von viel Sand im Darm
Sand sammelt sich im Blinddarm und/oder Dickdarm an. Dies führt zu Schäden an der Darmwand und stört die Darmflora. Bei starker Sandansammlung ist eine Behandlung durch den Tierarzt erforderlich.
Wie gelangt Sand in den Darm von Pferden?
- Das Pferd weidet auf einer kleinen Wiese, auf der nur wenig Gras wächst. Da es weiden muss, reißt es die Graspflanzen mitsamt den Wurzeln (und dem Sand) aus dem Boden.
- Das Pferd steht auf einer Sandkoppel, auf der Heu im Sand liegt. Manche Pferde sind echte Staubsauger und sorgen dafür, dass wirklich alle Heuhalme (zusammen mit dem Sand) verschwinden.
- Durch die Situation 1. + 2. gelangt Sand in den Darm des Pferdes, aber es erhält zu wenig (anderes) Raufutter. Zum Beispiel, weil das Gras so spärlich und kurz ist oder weil der Anteil an Raufutter in der Gesamtration unzureichend ist. Raufutter ist notwendig, um die Darmtätigkeit anzuregen. Dadurch vermischt sich der Sand gut mit dem Darminhalt und wird besser mit dem Mist ausgeschieden.
- Das Pferd bekommt – abgesehen von den Situationen 1 und 2 – zu wenig Bewegung. Durch die Bewegung wird auch die Darmtätigkeit angeregt. Viele Pferde nehmen beispielsweise beim Reiten an Gewicht zu. Steht ein Pferd viel im Stall oder auf einem kleinen Paddock, beeinträchtigt dies die Darmmotilität.
- Das Pferd frisst aus Langeweile Sand.
Lösungsansatz für das Problem
Es ist fraglich, ob ein Produkt wie Psyllium (Flohsamen) in der Lage ist, große Mengen Sand aus dem Darm zu entfernen. Von einer Verbesserung der Darmfunktion und einer gesunden Darmflora ist jedoch mehr zu erwarten. Leidet ein Pferd unter den Folgen einer übermäßigen Sandaufnahme, benötigt die Darmflora Unterstützung. Verschiedene Arten von Ballaststoffen sorgen für eine Vielfalt an gesunden Darmbakterien. Die Reduzierung von Stärke und Zucker verhindert das Wachstum unerwünschter Bakterien. Und zusätzliche probiotische und präbiotische Produkte sind gut für die Darmgesundheit. Zusammen mit ausreichend Ballaststoffen aus Raufutter wird der Darm aktiver und vermischt dadurch den Darminhalt gut, sodass Sand nicht absinken kann.
Bei starker Sandansammlung ist eine Behandlung durch den Tierarzt erforderlich.
HP Colon wurde speziell zur Behandlung chronischer Verdauungsstörungen im Dickdarm entwickelt, wie sie beispielsweise bei Pferden mit einer weniger gesunden Darmflora auftreten. Viele ballaststoffreiche Rohstoffe sowie lebende Hefezellen (Probiotika) fördern das Wachstum der „guten“ Bakterien. Darüber hinaus enthält das Futter alle essenziellen Nährstoffe, die das Pferd benötigt. Der Anteil an Stärke und Zucker ist begrenzt.

