Verschiedene Ursachen für Hautirritationen oder Juckreiz
Juckreiz oder Hautscheuern können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Das können einfach nur Fliegen, Bremsen oder Mücken sein, andere Hautparasiten oder eine allergische Reaktion. Der Tierarzt kann bei Hautveränderungen eine Untersuchung durchführen und Empfehlungen für eine Behandlung geben. Leider lässt sich nicht immer eine eindeutige Ursache feststellen.
Eine schwache Abwehrkraft kann dazu beitragen, dass sich die Beschwerden verschlimmern oder das Problem erneut auftritt, beispielsweise bei Hautmilben oder Hautpilzen. Eine unzureichende Zufuhr essenzieller Nährstoffe kann sich negativ auf die Haut auswirken und die Heilung von Schürfwunden verzögern.
Aber was ist, wenn Ihr Pferd unter Schweif- und Mähnenekzem leidet?
Ursache und Wirkung
Möglicherweise wird die Entstehung von Ekzemen durch die Mikroflora im Darm beeinflusst. Forschungsergebnisse zeigen, dass zwischen dieser Darmflora und dem Immunsystem eine sehr deutliche Wechselwirkung besteht. Bislang scheint es so zu sein, dass Schweif- und Mähnenekzeme in den meisten Fällen eine dauerhafte Erkrankung sind, die vor allem „behandelt“ werden muss. Das Immunsystem von Pferden mit einer „Mücken“-Allergie reagiert so, als wären sie von einer Wespe (Mücke!) gestochen, sobald der Stoff, auf den sie allergisch reagieren, in den Körper gelangt. Die Folge ist, dass die Haut gereizt wird und juckt, woraufhin das Pferd sich scheuert. Dadurch entstehen kleine Wunden, die beim Heilen erneut Juckreiz verursachen und das Pferd so in einen Teufelskreis bringen.
Ein Pferd mit Schweif- und Mähnenekzem
- Meiden Sie die Mücke. Leider ist das leichter gesagt als getan. Aber der Ort, an dem das Pferd lebt, und die Entscheidung, ob man es in den Stall stellt oder in eine Decke einwickelt, haben sicherlich einen Einfluss.
- Das Scheuern zu verhindern, ist eine schwierige Aufgabe. Wenn man selbst Juckreiz hat und sich nicht kratzen darf, ist das eine echte Herausforderung. Es kann einen sogar zur Verzweiflung treiben. Pferde, die unter Juckreiz leiden, am Scheuern zu hindern, ist unerwünscht und nicht tierfreundlich.
- Das Auftragen von Salbe kann die Haut kühlen und beruhigen, kleine Wunden heilen lassen und den Juckreiz etwas lindern.
- Die richtige Ernährung kann dazu beitragen, allergische Reaktionen zu unterdrücken und die Heilung von kleinen Wunden zu beschleunigen. Dies bedeutet nicht nur die Zufuhr ausreichender Nährstoffe wie Mineralstoffe, Vitamine und essentielle Fettsäuren, sondern auch die Optimierung der Darmflora und der Abwehrkräfte sowie die Vermeidung von Übergewicht (und Untergewicht).
- Eine vielfältige Ballaststoffzufuhr sorgt für eine vielfältige Darmflora und stärkt das Immunsystem
Es ist nicht ganz einfach, all dies in einer Ration zu kombinieren. Viel Raufutter ist ein guter Anfang, reicht aber keineswegs aus. Mit einer größeren Vielfalt an verschiedenen Faserstrukturen als nur die von Heu entwickelt sich eine vielfältigere Darmflora. Darmbakterien haben jeweils unterschiedliche Funktionen: Sie produzieren Energie für das Pferd, aber auch verschiedene Vitamine sowie Substanzen, die „schlechte“ Bakterien abtöten (also eine Art Antibiotika). Darüber hinaus stehen sie in Kontakt mit den Immunzellen in der Darmwand, und viele „gute“ Bakterien wirken sich positiv auf das Immunsystem aus.
Unter verschiedenen Faserstrukturen versteht man Futtermittel oder deren Rückstände mit einem hohen Faseranteil. Diese Vielfalt an Fasern bildet einen Nährboden für andere Bakterienarten. Die Faserstruktur verändert sich bereits, wenn das Gras wächst und altert. Weidegras, das aus verschiedenen Grasarten besteht, weist ebenfalls eine größere Faservielfalt auf. Darüber hinaus weisen Luzerne, Kleie, Rübenschnitzel, Haferkleie, Sojaschalen, Leinsamenkleie (Bolkaf) und viele andere Futtermittel jeweils eine etwas andere Faserstruktur auf. Selbst ein geringer Anteil an Kraftfutter in der Ration kann die Darmflora positiv beeinflussen. Die Fütterung von Pferden ist im Grunde genommen die „Fütterung“ der Darmflora.
Eine gesunde Darmflora sorgt auch für ein gesundes Pferd.
Eine Ration aus mittel- bis grobstieligem Heu, HP Colon und HP Resistance erfüllt alle Fütterungsanforderungen. Erfahrungen und Praxisuntersuchungen zeigen, dass Pferde mit Schweif- und Mähnenekzem bei dieser Ration weniger Juckreiz und weniger Wundstellen aufweisen.
Eine gesunde Darmflora und zusätzliche Nährstoffe können die Abwehrkräfte unterstützen, indem sie die Regulierung immunbezogener Reaktionen positiv beeinflussen.
HP Colon speziell zur Linderung chronischer Verdauungsstörungen des Dickdarms entwickelt und trägt zur Verbesserung der Darmflora von Pferden bei. Es enthält Rohstoffe mit einer Vielzahl von Ballaststoffen. Der Ballaststoffgehalt ist hoch, während der Anteil an Stärke und Zucker gering ist. Es enthält viele Nährstoffe, die zu einer gesunden Haut und einem gesunden Huf beitragen, wie beispielsweise Biotin und Zink.
HP Resistance enthält zusätzliche Nährstoffe zur Stärkung der Abwehrkräfte. Spezielle Beta-Glucane beeinflussen die Immunreaktionen, und durch den Zusatz von Omega-3-Fettsäuren wird das Verhältnis zu den Omega-6-Fettsäuren verbessert.

